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Jetzt helfe ICH!

Migranten ins Ehrenamt verhelfen, Ängste abbauen, Menschen zusammenbringen – das ist das Ziel unseres Projektes „Jetzt helfe ICH! – Hilfeempfänger werden zu Engagierten.

Ansprechpartner

Ehrhard Ploch
Ehrenamt

e.ploch@kv-kls.drk.de
Tel: 0631 - 80093 460
Barbarossastraße 27
67655 Kaiserslautern

Projekt:
Jetzt helfe ICH! - Hilfeempfänger werden zu Engagierten

Projektstart: 01.01.2020
Projektende: 31.12.2022

Der DRK Kreisverband Kaiserslautern-Stadt e.V. betreibt seit Ende 2015 die Gemeinschaftsunterkunft (GU) Post in Kaiserslautern. Sie ist mit rund 300 Plätzen die größte Gemeinschaftsunterkunft der Stadt. Die ehemaligen sowie die aktuellen Bewohner der DRK GU Post erleben sich fast ausnahmslos bei ihrem Ankommen in Kaiserslautern als hilfsbedürftig. Bis sie in der Arbeitswelt angekommen sind, sind sie auf finanzielle Hilfe angewiesen. Sie benötigen Unterstützung dabei, sich in unserer Bürokratie und unserem Rechtssystem zurechtzufinden, die deutsche Sprache zu erlernen, kulturelle Barrieren abzubauen und sich in unserer Gesellschaft sicher zu bewegen. Sie möchten sozialen Anschluss zu finden und sich im deutschen Arbeitsmarkt adäquat präsentieren und einen Arbeitsplatz zu finden. Auch hier müssen sie häufig auf die Hilfe der Aufnahmegesellschaft zurückgreifen.

Diese einseitige Abhängigkeit wird von vielen Neuzugewanderten als beschämend empfunden. Hinzu kommt, dass die Herkunftsländer häufig kollektivistisch geprägt sind und daher das Engagement für die Gemeinschaft tief in den Menschen verwurzelt ist. Hieraus erwächst bei vielen der Wunsch, durch ein ehrenamtliches Engagement etwas an die Aufnahmegesellschaft zurückzugeben. Bereits in unserer Gesellschaft angekommene Geflüchtete möchten andere Neuzugewanderte bei der Integration unterstützen. In Zeiten, in denen sich Menschen immer mehr auf das Private zurückziehen und Menschen, die bereit sind, Ehrenämter zu übernehmen, dringend benötigt werden, ist das große Interesse zum gesellschaftlichen Engagement aus den Reihen der Neuzugewanderten besonders willkommen.

Doch der Spalt zwischen ihnen und den Stellen, an denen Ehrenamt benötigt wird, ist derzeit noch groß. Es besteht auf beiden Seiten eine Unsicherheit, wie man miteinander umgehen kann. Die Migranten wissen nicht, wo und wie man sich um ein Engagement bewirbt. Die Einrichtungen, in denen Ehrenamtliche benötigt werden, haben Migranten als Ansprechpartner häufig nicht im Fokus. Oft tun sie sich auch aufgrund befürchteter kultureller Unterschiede schwer, den Schritt zu wagen und Neuzugewanderte ins Ehrenamt zu bitten. Es bestehen auf beiden Seiten Ängste. Diese können abgebaut werden, wenn es eine Art „Makler" zwischen beiden Seiten gibt. Einen Ansprechpartner für Einrichtungen und an Engagement Interessierten, der auf beiden Seiten kulturelle Kompetenz vermittelt, bei Problemen Lösungen aufzeigt und beide Partner engmaschig betreut und sensibel begleitet.

Da der DRK Kreisverband Kaiserslautern-Stadt e.V. bereits verschiedene Einrichtungen im Bereich der Migrationsarbeit betreibt, sind wir Menschen mit Migrationshintergrund bereits bekannt und den Menschen vertraut. Daneben ist der DRK Kreisverband Kaiserslautern-Stadt in Kaiserslautern gut vernetzt. Er gilt in der Region – insbesondere bei Vereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen als kompetenter Ansprechpartner, wenn es um das Ehrenamt geht. Auf dieses Netzwerk kann bei der Vermittlung von Migranten in das Ehrenamt zurückgegriffen werden. Da der Kreisverband selbst schon lange mit Migranten, insbesondere auch geflüchteten Menschen im Ehrenamt arbeitet, kann er auf gute Erfahrungen und Erfolge verweisen und so eine Leuchtturmfunktion erfüllen.

 „Jetzt helfe ICH! - Hilfeempfänger werden zu Engagierten" erfahren neu Zugewanderte auf dem Weg ins Ehrenamt, Unterstützung und Begleitung. Wir vermitteln ihnen die deutsche Kultur des Ehrenamtes, bereiten sie auf den Erstkontakt zu Einrichtungen vor und begleiten sie auch während ihrer Tätigkeit weiter als Ansprechpartner. Gleichzeitig zeigen wir dort, wo Ehrenamtliche benötigt werden, das Potenzial von Neuzugewanderten auf. Bei kultursensiblen Problemlagen schaffen wir ein beidseitiges Bewusstsein dafür und helfen, für beide Seiten befriedigende Lösungsansätze zu finden. Hierbei werden Neu Zugewanderte als „kultursensible Fachleute" aktiv mit eingebunden. Sie können sich aus ihrer eigenen kulturellen Erfahrung heraus bei der Planung und Umsetzung von Angeboten mit Ideen und Anregungen einbringen sowie kompetent auf mögliche Problemlagen hinweisen und kulturell bedingte Erfordernisse benennen. Hierbei erfahren sie selbst, als Partner auf Augenhöhe, Wertschätzung und ihre eigene Integration wird intensiviert.

Sie nehmen eine wichtige Brückenfunktion wahr. Anderen Neuzugewanderten wird dies im Sinne des „Peer-to-Peer Ansatzes" als Vorbild dienen und sie werden selbst leichter den Weg in ein ehrenamtliches Engagement finden.

 

Haben Sie als Migrant Interesse, ein Ehrenamt zu begleiten? Sind Sie als Verein oder Wohltätigkeitsorganisation auf der Suche nach motivierten Ehrenamtlichen, die Ihre Ziele teilen und tatkräftig mitarbeiten? Dann sprechen Sie uns an!